Fragen an Querdenken 711 – Veranstaltung auf dem Tempelhofer Feld in Berlin

E-Mail vom 23.06. 2020 an Quedenken 711 (Michael Ballweg): info@querdenken-711.de und Anselm Lenz von Demokratischer Widerstand: anselm.lenz@posteo.de

Liebe Querdenker, lieber Michael, lieber Anselm,

heute bekam ich euren Veranstaltungsflyer über Telegram für den 1.8 auf dem Tempelhofer Feld weitergeleitet und ich habe mich sehr gefreut, dass ihr euch mit so vielen Menschen dort versammeln wollt.

500.000 Teilnehmer sollen dort das Ende der Pandemie und den Tag der Freiheit feiern. Um 18.30 Uhr ist dann sogar ein Tanz für die Freiheit und die Grundrechte geplant.

Nun muss ich aber auch ehrlich zugeben, dass ich etwas irritiert bin, wie es zu dieser Feierlaune kommt und frage mich, ob wir tatsächlich schon am Ende sind. Habe ich irgendetwas nicht mitbekommen? Was ist der Sinn und Zweck eurer Veranstaltung? Welche Ziele verfolgt ihr?

Auf dem Tempelhofer Feld ist es sehr schön. Familien haben sich kleine Hochbeete angelegt, dort wird im Sommer gegrillt, Inlineskate gefahren und Drachen werden im Herbst in die Luft befördert und hinter Zäunen leben noch immer ein paar Flüchtlinge. Ja, und der Ort eignet sich auch für Partys und Großveranstaltungen. Aber für ein ernstzunehmendes politisches Statement scheint es nicht der richtige Platz zu sein, oder doch?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich das ständige umherirren auf den Kundgebungen und Demonstrationen wahnsinnig viel Energie gekostet hat und immer noch kostet. Es kostet mich auch deshalb so viel Kraft, weil ich nicht sehe, dass unsere Bemühungen und Anstrengungen irgendetwas verändert haben. Die Lockerungen sind zwar ganz nett, aber das Infektionsschutzgesetz ist durch, die zweite Welle angekündigt, eine Normalität wird es nur mit unannehmbaren Auflagen geben und so erscheint mir alles eher wie die Ruhe vor einem riesigen Tsunami.

Ich hoffe, dass du mir nicht böse bist, wenn ich dich frage, was ihr da eigentlich macht?

Meinst du nicht auch, dass es an der Zeit ist, zu überlegen, was wir tun können, um THE GREAT RESET zu verhindern?

Ich und viele andere Leute versuchen gerade, Gruppen und Initiativen zu vereinigen und zu überlegen, wo wir noch etwas erreichen können.

Vielleicht habt ihr am 11. Juli 2020 ab 11.00 Uhr etwas Zeit, mit uns gemeinsam zu überlegen, was wir tun können, um eine wirkliche Veränderung hervorzurufen. Wir stehen vor dem Reichstag, weil wir glauben, dass dies der richtige Ort ist und wir glauben auch daran, dass wir die Mittel in der Hand haben, dieses Sytem aus den Angeln zu heben. Aber die Meinungen driften in diesen Tagen leider in den unterschiedlichen Gruppen enorm weit auseinander und deshalb wäre es schön, wenn wir alle Gelegenheiten nutzen, um uns kenenzulernen und auszutauschen.

Es wäre toll, wenn ihr vor dem 1.8. auch zu uns kommt und eure Sicht und eure Ziele mit uns teilt und wir die nächsten Veranstaltungen gemeinsam da oder dort organisieren.

Solltet ihr es nicht zum 11. Juli nach Berlin vor den Reichstag schaffen, würden wir uns dennoch sehr freuen, wenn ihr mit uns in Kontakt treten würdet. Wir haben diese E-Mail auf unserer Webseite unter https://solidar.uber.space/querdenken-711-berlin veröffentlicht und werden die Mail auch über unsere Kanäle verbreiten und hoffen darauf, dass wir damit einen offenen und transparenten Dialog anregen können.

Herzliche Grüße sendet Euch

Christl vom SpazierganQ’s-Team

3 Kommentare

    1. Hallo,

      das würde ich nicht sagen. Michael Ballweg erklärt nicht, was die Querdenker dort machen.

      Inhaltlich vollkommen sinnentleert. Es gibt nach meiner Meinung auch nichts zum Feiern. Das war meine Frage. Das Wo und das Warum sind vollkommen unklar.

      Ist die Pandemie vorbei?

      Eine besonders interessante Feststellung ist, dass sich alle Gruppen verbinden sollen, aber damit ist eigentlich nie staatenlos.info gemeint. Warum eigentlich nicht?

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